Segelwolf: Bewertungen für den Inserenten

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Bewertungen für den Inserenten "Segelwolf"

Für den Inserenten wurden bisher drei Bewertungen abgegeben. Inserenten können festlegen, ob für sie alle jemals abgegebenen Bewertungen oder nur die Bewertungen der letzten zwei Jahre angezeigt werden sollen. Für diesen Inserenten werden alle jemals abgegebenen Bewertungen angezeigt.

NIE WIEDER !!
  • Törn im Februar 2026, Seegebiet/Strecke: Guadeloupe bis Jamaika

Wir haben schon vieles erlebt. Doch bisher gab es nie einen Grund, einen Segeltörn vorzeitig abzubrechen und das Boot zu verlassen. Unter der Führung von „Segelwolf“ ist genau das jedoch passiert.

Vorweg: Meine Frau und ich haben bereits zahlreiche Segeltörns weltweit unternommen, und ich besitze den schweizerischen Hochseeschein. Zudem bin ich seit über 30 Jahren selbständig und habe bis zu 12 Mitarbeitende geführt. Diese Erfahrungen erlauben mir, die nachfolgende Kritik sachlich einzuordnen.

Leider muss ich meinem Vorgänger, der „So nicht noch mal…“ schrieb, zustimmen – und in unserem Fall kam es sogar noch schlimmer. Da vieles bereits erwähnt wurde, verzichte ich darauf, die ersten vier Wochen im Detail zu wiederholen.

Gebucht war ein sechswöchiger Segeltörn von Guadeloupe bis Kuba.

Während der ersten vier Wochen war Markus (63) als Skipper an Bord, in den letzten zwei Wochen übernahm Wolf (77) das Kommando. Sein Alter hat uns ebenso überrascht wie die Tatsache, dass er das Boot nicht kannte und zum ersten Mal die „Skidbladnir“ steuerte.

Nach zwei Wochen an Bord erfuhren wir durch eine zufällige Recherche auf HandgegenKoje, dass das Endziel nicht mehr Kuba, sondern Jamaika sein sollte – obwohl vertraglich Kuba vereinbart war und Rückflug, Hotel sowie Transfer bereits gebucht waren.

Uns geht es nicht um die Frage, ob diese Änderung aus sicherheitstechnischen Gründen sinnvoll war oder nicht. Entscheidend ist, dass wir weder gefragt noch rechtzeitig informiert wurden. Generell liess die Kommunikation mit beiden Skippern in allen Belangen stark zu wünschen übrig.

Nach dem Verlust des Dingis auf den British Virgin Islands wurde entschieden, aus Sicherheitsgründen nicht ohne Ersatz weiterzufahren – grundsätzlich nachvollziehbar. Der Skipper wollte über seine Kontakte kurzfristig ein neues Dingi organisieren. Leider erwiesen sich diese Kontakte als wenig hilfreich.

Das Problem war nicht die Verfügbarkeit eines Dingis, sondern ein Preiskamp um 500 Euro, wo lange Verhandlungen nach sich zogen. Man bedenke: es befanden sich fünf zahlende Crewmitglieder an Bord, was dem Veranstalter „KMS Segelreisen GbR“ Einnahmen von etwa 600 Euro pro Tag einbrachte.

Statt eine pragmatische Lösung zu finden, verbrachten wir drei Tage an einem unangenehmen Liegeplatz in der Marina. Anschliessend folgte eine 50-stündige Überfahrt von Road Town nach Boca Chica – weiterhin ohne Dingi. Dort lagen wir erneut drei Tage unter noch schlechteren Bedingungen in der Marina, bis schliesslich ein altes Dingi gekauft wurde. Insgesamt ging so eine Woche verloren – wegen 500 Euro.

Es gäbe noch zahlreiche weitere Punkte, die schlecht organisiert waren oder nicht funktioniert haben. Was das Fass jedoch endgültig zum Überlaufen brachte, war die Kombination aus mangelhafter Organisation und dem zunehmend defekten Zustand des Bootes.

Während der 60-stündigen Überfahrt von der Dominikanischen Republik nach Jamaika wurde die Steuerung zunehmend schwergängig, bis schliesslich nicht einmal mehr der Autopilot genutzt werden konnte. Am Ende riss das Seil der Ruderanlenkung, sodass ich gezwungen war, mit der Notpinne zu hantieren.

Da uns weitere Tage in einer Marina bevorstanden, entschieden wir uns, den Törn vorzeitig abzubrechen und von Bord zu gehen.

Ein Auszug aus der ursprünglichen Törnausschreibung:
„Unser Schiff, ein komfortabler Luxus-Katamaran mit sportlicher Performance. Eine Kombination aus Sportlichkeit und Luxus, die Ihr auf dem Kabinencharter-Markt zu diesem Preis kein zweites Mal findet. Auf 16 Metern Schiffslänge nehmen wir nur vier Crewmitglieder mit – für ausreichend Platz und maximalen Komfort.“

Die Realität sah leider völlig anders aus.

Dieser Segeltörn war alles andere als ein Vergnügen. Trotz verlorener Urlaubstage und zahlreicher Reparaturen, die ich selbst an Bord durchgeführt habe, gab es weder eine Rückvergütung noch ein Dankeschön.

So macht Segeln keinen Spass.

Markus und Wolf – darum: NIE WIEDER!

Bewertung abgegeben am 28.03.2026 von einem Benutzer ohne Benutzername

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So nicht noch mal…
  • Törn im Februar 2026, Seegebiet/Strecke: Karibik Guadeloupe>>DomRep

Das war meine 19. Charter und die enttäuschenste. Und das lag nicht am Revier! Ich segele über 40 Jahre, alles, mehr als 10Jahre Ranglistenregatten. So viel zur Vorerfahrung. 30 Tage waren wir von Guadeloupe aufwärts zur Dom REP vom 17 Jan 26 an unterwegs. Die inserierenden Skipper mögen ja erfahrende Schiffüberführer sein, aber als Tourenanbieter sind bezüglich Service an ihren „Gästen“ ohne jede Kompetenz. Bewusst hatten wir einen Törn gewählt, der eben keine Schiffüberführung ist, denn sowas hat ein anderes setting. Das grösste Problem: hundsmiserable Kommunikation und die auf jeder Ebene, bis dahin, wo es gefährlich wird. Bis zwei Tage vor Tourstart Funkstille, keine Antworten. Statt gepriesener Belegung mit maximal 4 Gästen waren es nun 5, die angeforderte Erklärung blieb ignoriert. Von Anfang an hat die Crew die Schwerpunkte deutlich gemacht: Häfen nur wo notwendig, angesichts des üppigen Zeitfensters von 30 Tagen für ca 450 sm ein Stopp über 1-2 Tage in Buchten zum Schwimmen und Schnorcheln, wo immer es geht. In 30 Tagen hat das gerade mal an 5 Tagen geklappt! Skippers Flexibilität und Willigkeit von seinem Tourenplan abzuweichen war nur klein. War wohl der Interessenlage geschuldet: In den 30 Tagen war der Skipper nicht ein einziges Mal im Wasser. Öfter fühlten wir uns schlicht verar….so musste die innere SimpsonBay St Martin unbedingt für 2.5 Tage angelaufen werden, eingeschlossen im Hafen mit Kippbrücke und vor Anker im Dreckwasser, um Reparaturen vorzunehmen, die dann aus dem Anbringen eines Kabelbinders bestanden(!) Skipper&Co vergnügten sich derweil aber an Land, während die Restcrew unfreiwillig per Landausflug die Zeit totschlagen musste, um festzustellen, wie viele schöne Buchten es rundum St. Martin gegeben hätte.
Es gab keine Möglichkeit, sich an der Routenplanung einzubringen. Morgendliches oder situatives Briefing war keine Routine, musste immer wieder eingefordert werden. Wir kamen bei fliegendem Crewwechsel - der Skipper blieb-auf ein schmutziges Schiff, Küche, Kojen und Toilette im Siff. Ohnehin war für Arbeiten wie putzen oder Abwasch nur die Crew zuständig.
Kann man ja alles so handhaben, wenn es VORHER besprochen worden wäre. Wurde aber nicht, Kommunikation null. Keinerlei Entschuldigung oder Geste der Wiedergutmachung für die zugemutete Unbill seitens „Gastgeber“. Eben „Schiffüberführer“, geschäftlich verirrt auf fremdes Terrain….. die schönen Worte auf deren Homepage kommen wie aus einer anderen Welt.
Das Schiff war vom Eigner ausgeliehen, etwas ramponiert, mit Fock, ohne Genua (Schaden), die Gross war nur im ersten Reff zu fahren, weil im Holepunkt Unterliek ausgerissen. Daggerbord stb kaputt, aber mit Parasailor.

Dann war da der stete Widerwille Wünschen nachzukommen (wie Badestopp oder Buchtwechsel), dazu eine unverständliche Renitenz des Skippers, sicherheitsrelevante technische Bedenken in seine Entscheide einzubinden: Deswegen ist der Heckträger für die Solarpanels und Kajak dann doch durch den Seegang gebrochen, weil Skipper das angebotene Abspannen vorher für überflüssig hielt, trotz der Warnungen über Tage, deswegen haben wir das 20 PS Dinghi verloren, weil er in der Cane Garden Eden Bay auf Tortula bei auflaufendem Schwall von mehr als 1 m am Dinghi Steg die vorgebrachten Bedenken ignorierte, die angebotene zusätzliche Langleine über Heck ablehnte und für nicht nötig hielt, obwohl 2 andere Dinghis nur gesichert dort lagen. Die erfolglose Suche nach Dinghi-Ersatz hat uns dann 3.5 Urlaubstage gekostet, im Industrieareal von Road Town liegend!
Auch sonst war die Reise erfahrungsreich: 2 Rammings, am Steg in Guadeloupe mit Heckschaden, im hintersten engen Loch der Nanny Cay, Tortula, beim risikoreichen manövrieren unter Seitenwind mit dem Riesenschiff von fast 9 m Breite ohne Skybridge, nur um den kaputten Dinghi Motor für ein paar € im Dock noch loszuwerden. Wieder schlechte Kommunikation, die Crew war über Skippers Absichten zu wenig informiert, sodass kein 2tes Crewmitglied mit Fender in der Hand parat war, Schaden abzuwenden.
Dann zwei Grundberührungen, davon ein heftiges Aufsetzen unter Anker im Schwall auf einen Riffkopf bei Sicht im Wasser von Null in der Brewer Bay, beim zweiten Mal, vor Jost van Dyck, Aufschlagen auf die Ruderblätter. Bei Ankerlegen am Abend war die Wassersicht wieder nahe null. Aber die Krönung war zweifellos die nächtliche Kamikazeaktion nach dem Kenterverlust des von Welle und Steg zerschlagenen und abgesoffenen Dinghis.
Ohne sich mit der Crew hinsichtlich Alternativen und Risiken zu besprechen und das Einverständnis aller abzufragen wurde die Crew durch kopflosen Aktionismus quasi genötigt, mit einem Seekajak in der Nacht, vom entfernten Slip bei kräftigem Schwall, Wind und ohne Sicht den Rücktransfer aufs Schiff zu nehmen.
Wir 2 verabschiedeten uns von dieser Aktion und übernachteten im Hotel, machten die Kajakpassage im Hellen dann risikolos. Die Rest-Crew vermochte sich dem situativen Druck nicht zu widersetzen. So kam es wie befürchtet: Ein Mitglied stürzte auf dem Slip durch Glitsch und heftigen Schwell, kam mit angeschlagenem Kopf und Prellungen noch glimpflich davon. Hilfsbereite Einheimische hatten den Skipper eindringlich vor dem Ansinnen aufgrund der harschen Verhältnisse gewarnt und sich dann angesichts der Uneinsichtigkeit abgewendet. Es gab keinen Grund, in der Nacht, bei diesen Bedingungen, der Crew ein solches Risiko zuzumuten. Die ganze Aktion war unverantwortlich fahrlässig und gefährlich.
Eigentlich ist Skipper M ein ganz lieber Kerl und ich konnte sonst gut mit ihm. Auffällig, wie gelöst und locker er am letzten Tag war, nach Ankunft und Übergabe an Skipper W. So hätte ich ihn gerne die 30 Tage gehabt.
Bezeichnenderweise hat keiner der beiden Skipper -es sind die Veranstalter- gefragt, wie uns die 30 Tage gefallen haben!
Ich schreibe selten Reviews, denn normalerweise verständigt man sich schon vor Ort über eine angebrachte Kritik, und dann ist ja mit Reflexion das Ziel schon erreicht. Noch seltener veröffentliche ich sowas wie hier. Dieses Review hab ich Skipper M mit einem persönlichen Anschreiben zwei Wochen vor Veröffentlichung zugestellt, gelesen hat er es, seine Reaktion darauf: null. Dewegen stehts nun hier. Ob es etwas bewirkt?

Bewertung abgegeben am 16.03.2026 von einem Benutzer ohne Benutzername

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Katamaran Bali 4.4: Professioneller Meilentörn mit Allem, was dazu gehört!
  • Törn im Oktober 2024, Seegebiet/Strecke: Trogir - Portocolom

An dieser Stelle meinen besten Dank an unseren Skipper Wolf Knipfer für den eindrucksvollen Meilentörn im Oktober 2024 mit über 1.000 nm in gut 9 Tagen! Besonders zu erwähnen bleibt die professionelle Planung und Durchführung des Überführungstörns.
Dank und Gruß, IB

Bewertung abgegeben am 31.10.2024 von einem Benutzer ohne Benutzername

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