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Der Aufbruch begann in Lissabon, mit dem letzten Blick auf das enge Hotelzimmer und der Fahrt zur Marina von Cascais. Dort kehrte endlich wieder das Gefühl von Weite ein.
Am nächsten Morgen begann das vertraute Ritual der Vorbereitung: Sicherheitseinweisung, Kontrolle des Dinghis, kleine Reparaturen... Als das Boot schließlich ablegte, blies ein freundlicher Wind mit Kurs SW. Es begann die Reise aufs offene Meer in Richtung der kleinen Insel Porto Santo,
Die ersten Tage waren geprägt von Sonne, Navigation und Gesprächen über Sextanten, Mondmessungen und Koppelorte. Thomas erklärte, wie man sich seine eigenen Seekarten anlegt. Der Wind kam und ging, mal sanft, mal störrisch, und so musste der Motor oft einspringen.
Nachts war das Meer still, und über dem leicht schwankenden Boot spannten sich unzählige Sterne. Ab und zu tauchte das ferne Licht eines Schiffes auf, doch die meiste Zeit war man allein mit den Wellen und der eigenen Wachsamkeit. An einem Tag kam zu viel Wind aus der falschen Richtung, das Boot stampfte und rollte, und jeder Schlag der Wellen erinnerte daran, wie schmal die Grenze zwischen Sicherheit und Unbehagen auf See ist. Doch die Adrienne hatte schon mehr erlebt, im Gegensatz zu uns ;)
Nach Tagen voller Windstille, Motorlärm und Navigationsübungen erschien endlich Land: Porto Santo, eine kleine Insel, ein sicherer Hafen. Die Müdigkeit wich der Freude, und das erste Festland unter den Füßen fühlte sich seltsam weich an. Ein kurzer Spaziergang durch die Stadt, ein Blick auf das Haus von Kolumbus, dann wieder zurück an Bord. Der Kurs war schon gesetzt – Madeira.
Die Ansteuerung der Marina von Quinta do Lorde war ruhig, der Wind schwach, aber das Gefühl, die Insel erreicht zu haben, unvergesslich. Wie jeder Landgang hatte man sich auch diesen erarbeiten müssen.
Weiter nach Funchal, entlang der Küste, diesmal fast windlos. Vor dem Hafen wartete bereits die Mosquito, ein Segelboot, das uns schon auf der Fahrt nach Madeira überholt hatte.
Dank der rechtzeitigen Reservierung und einigen Telefonaten fand man für uns noch einen Liegeplatz. Der Abend brachte Degenfisch mit Banane, das typische Rum-Honig-Getränk und ein Gefühl, als würde man Teil einer alten Seefahrertradition sein. Ob die Touristen der im Hafen liegenden, Wohnblock-großen Kreuzfahrtschiffe dieses Gefühl auch hatten?
Ein Mietwagen führte in die Berge, auf steile Straßen, durch Täler und über Pässe – Madeira zeigte seine ganze Schönheit, aber auch, wie überlaufen es war. Am Abend zauberten Thomas und Tanja Thunfischsteaks vom örtlichen Fischmarkt – beeindruckend, was mit dem einen kleinen Herd an Bord so alles möglich ist.
Schließlich ging es weiter gen Süden, das eigentlich Ziel Gran Canaria war zum Greifen nah. Der Wind setzte endlich ein, stärker als erwartet, und das Boot „flog“ mit 7 bis 8 Knoten dahin. In der Nacht glitzerte Leuchtplankton in der aufgewühlten See um die Adrienne, als hätte jemand Sterne ins Meer gestreut. Der Himmel blieb bewölkt, doch das Meer selbst begann zu leuchten.
Als Gran Canaria am Horizont auftauchte, war es, als würde man aus einem langen Traum erwachen. Der Hafen von Las Palmas war voller Segelboote, viele davon bereiteten sich auf die große Atlantiküberquerung vor, die ARC warf ihr Schatten bereits voraus. Die letzten Stunden liefen unter Motor, ruhig und fast feierlich.
Am Abend saßen wir in einer Pizzeria: Das Meer hatte wieder einmal seine ganz eigene Geschichte erzählt.
Die Reise begann mit einer Zugfahrt nach Paris, die trotz kleiner Verspätungen reibungslos verlief. Der Eindruck vom TGV war durchweg positiv - komfortabel, schnell und deutlich anders als die Züge der Deutschen Bahn^^ In Paris angekommen, blieb nur Zeit für einen Spaziergang zum Eiffelturm, bevor die Fahrt am nächsten Morgen weiter nach Brest führte.
In Brest standen kleinere Erledigungen, Einkäufe, der Besuch des Meereszentrums „Oceanopolis“ und nautische Vorbereitungen im Mittelpunkt. Eine Einweisung in Navigation, Wetterkunde und Gezeitenkunde folgte, begleitet von geselligen Abenden mit Gesprächen und gemeinsamen Essen.
Nach einem kurzen, wetterbedingten Aufschub und dem Spezialthema „Orcas“ begann schließlich das Segelabenteuer über die Biskaya. Die ersten Tage auf See waren von schwachem Wind, ruhigen Nachtwachen unter beeindruckendem Sternenhimmel (!!!) und einer kleinen Einleitung in Astronavigation geprägt. Zwischendurch besuchte ein kleiner weißer Reiher kurzzeitig das Boot. Mit zunehmender Nähe zur iberischen Küste frischte der Wind auf. Die Nachtwache durch die küstennahen Fischereizonen war spannend.
Nach mehreren Tagen auf See erreichten wir unser erstes Ziel: Viana do Castelo. Glücklicherweise, oder dank des Organisationstalentes unserer Skipper, konnten wir den herannahenden Sturm „Gabrielle“ hervorragend aussitzen. Während des Aufenthalts wurden die Stadt, das Kloster St. Luzia und das Museumsschiff Gil Eannes besichtigt. Nicht weniger als das größte Feuerwerk Portugals, welches wegen Waldbrandgefahr verschoben werden musste, sorgte am Abend für ein besonderes Erlebnis.
Die Weiterfahrt führte uns nach Porto, wo wir die Portweinverkostung mit Thomas und Tanja besonders genossen. Ein Techniker berichtete dort von einem Orca-Angriff auf ein anderes Boot, welches sank - das Thema war bei uns nun allgegenwärtig. Es ging es weiter südwärts; eng an der Küste Portugals entlang, trotz wenig Wind. Wir übten uns weiter in Navigation und stellten fest, dass Kirchen in Portugal keine optimalen Landmarken sind - es gibt davon einfach zu viele ^^‘ Delfine begleiteten mehrfach das Schiff und wir freuten uns über die kleineren Artgenossen der Orcas, da sie wohl Glück bringen sollen.
Mit den letzten Seemeilen in Richtung Cascais lieferten wir uns eine kleine Privatregatta mit einem französischen Katamaran der dank Thomas’ Fertigkeiten zwar nicht chancenlos war aber dennoch weit nach uns den Hafen erreichte. Die Spannung fiel sichtlich von allen ab, da wir nun das „O-Thema“ streichen konnten - die Delfine haben uns wohl doch etwas Glück gebracht, oder es ist einfach die Adrienne die Glück bringt, wer weiß ;)
In Cascais nahmen wir uns einen Mietwagen (24h für knapp 40,- €) und wir schauten uns Cabo da Roca, Sintra und den Guincho-Strand an, bevor der Abend mit Thomas und Tanja in einem argentinischen Restaurantbesuch endete.
Die Reise verband eindrucksvoll Naturerlebnisse, nautische und meteorologische Herausforderungen sowie kulturelle Eindrücke - ein spannendes und abwechslungsreiches Abenteuer, das als unvergesslich in Erinnerung bleibt.
Für Interessenten sei Folgendes erwähnt: Man bucht hier keinen Adria-Badespass-Ausflug. Hier stand das Langstreckensegeln im Vordergrund und man sollte kleinere Unzulänglichkeiten wegstecken können. Da wird eine Planung schnell eingeholt von Wetter, unfreundlichen Meeresbewohnern, technischen Problemchen oder schlicht und einfach vollen Häfen. Sachen gehen schief, können aber genauso für positive Verwunderung sorgen. Es ist wirklich alles dabei und evtl. ist das eines der letzten Abenteuer, die man heutzutage noch erleben kann. Man sollte improvisieren können - vor allem im Geist - und offen und unvoreingenommen an die Sache herangehen.
Und dann dieser Sternenhimmel! Das Essen war wiedermal hervorragend und ist eines der vielen Highlights an Bord.
Der Segeltörn in der Bretagne im Juli mit Tanja und Thomas hat mir sehr gut gefallen, da neben dem seglerischen Können der beiden in einer wunderbaren Küstenlandschaft auch die Kultur und die Kulinarik nicht zu kurz kam.
Beide sagen, was sie denken und es wird gelobt, wenn das Manöver gelungen ist aber auch
nach dem Manöver besprochen, wenn etwas verbesserungsfähig ist.
Thomas ist ein sehr erfahrender Segellehrer der auch sehr lange in der Bretagne gelebt und als
Segellehrer dort gearbeitet hat und das Gebiet gut kennt. Ein weiterer großer Vorteil ist, dass er die Sprache wie ein Einheimischer spricht und damit in den engen Häfen immer einen sehr guten Liegeplatz erhalten hat.
Die gemeinsamen Abende, meistens hat Thomas und Tanja zusammen super gekoch,t war immer ein schöner Abschluss von einem gelungenen Segeltag.
Obwohl ich bereits als Skipper mit Crew unterwegs war konnte ich noch sehr viel von den beiden lernen und der Atlantik mit den Gezeiten und der starken Strömung ist doch noch mal was ganz anderes als die Ostsee oder das Mittelmeer.
Vielen Dank für den schönen Törn
Tom